
Polarlichter sind ein absolutes Naturphänomen und diese live in ihren bunten Farben zu sehen, muss eines der eindrücklichsten Erlebnisse überhaupt sein. Anhand meiner Schreibweise merkt ihr schon: Als wir in Island waren, haben wir die Polarlichter nicht gesehen, zumindest nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Trotzdem haben wir uns mit dem Thema sehr intensiv auseinander gesetzt, recherchiert und mit Einheimischen und Touristen gesprochen und ich kann euch daher einige Fragen zu diesem Naturphänomen beantworten. Wie sehen Polarlichter aus? Wie kann man sie sehen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Inhaltsverzeichnis
Was sind Polarlichter einfach erklärt?
Polarlichter entstehen durch elektrisch aufgeladene Teilchen, die von der Sonne „abfallen“ und dabei auf bestimmte Gase in der Luft treffen. Bei starken Sonneneruptionen ist es theoretisch sogar möglich, Polarlichter in Deutschland zu sehen.
Wo sieht man Polarlichter am besten?
Das lässt sich sehr schwer verallgemeinern. Generell hat man in Island, Finnland und Norwegen aber auch beispielsweise in Neuseeland die Chance Polarlichter zu sehen.
Wie sieht man Polarlichter am besten, welche Bedingungen müssen erfüllt sein?
Um Polarlichter zu sehen, sollte man sich in einer Gegend befindet, in der wenig Lichtquellen vorhanden sind, d.h auf jeden Fall weg von einer größeren Stadt. Jedes Licht bedeutet eine Lichtverschmutzung und damit schlechtere Sicht.
Des bedeutet, es sollte sehr dunkel sein und somit ist auch der Vollmond weniger geeignet, um die Lichter zu sehen.
Der Himmel sollte nahezu wolkenlos sein. Ein gutes Indiz dafür ist ein beeindruckender Sternenhimmel.
Die beste Jahreszeit um die Lichter zu sehen, ist der Herbst. Oft wird angenommen, dass der Winter besser geeignet ist. Das mag sein, da es da länger dunkel ist, aber oft ist der Winter um einiges wolkiger, als der Herbst.
Um Polarlichter auch ohne Hilfsmittel, wie die Langzeitbelichtung an der Kamera zu sehen, sollte der KP Wert bei mindestens 4, eher noch höher liegen.
Wie sehen Polarlichter aus?
Als wir uns in Island auf die Lauer gelegt haben, um die Polarlichter zu sehen, mussten wir ganz genau hinschauen, da wir leider nicht das Glück hatten, dass sie sehr stark waren. Wenn der KP – Wert (die Intensität der Lichter) gering ist, sehen die Lichter teilweise nur aus, wie eine graue Wolke. Oft erkennt man sie nur daran, dass sie sich schneller als eine Wolke bewegt oder in der Form verändert. Oft sind diese Lichter, dann nur mit Langzeitbelichtung durch eine Kamera zu erkennen. Bei uns war es leider so. Wir haben die Lichter als eine Art Wolke gesehen, sie hat grün geschimmert, war dann aber auch schnell wieder weg.
Wie lange sieht man Polarlichter und zu welcher Uhrzeit?
Auch das ist total unterschiedlich. Teilweise verschwinden die Polarlichter nach wenigen Minuten wieder, manchmal sind sie auch länger zu sehen. Daher ist das wichtigste beim Warten auf die Polarlichter: Geduld. Man kann schwer vorhersagen, um welche Uhrzeit sie kommen und wie lange sie bleiben. Manche Unterkünfte bieten einen Weckdienst an, das ist natürlich super. Denn ansonsten kann es eine lange Nacht werden.
Woher weiß ich, wie hoch der KP Wert ist?
Um den KP Wert zu überprüfen, gibt es verschiedene Apps, die auf deinen Standort zugeschnitten sind. Diese Apps zeigen meist eine Vorschau für die nächsten Tage und eine Wahrscheinlichkeit an, die Lichter zu sehen. Aber Achtung: Oft werden die Apps nur stundenweise aktualisiert. Außerdem werden immer die höchsten KP Werte des Tagesverlaufs angegeben, ein KP Wert von 5 mittags um 14 Uhr bringt dir aber im Normalfall wenig.
Es gibt ganz viele verschiedene Apps und Internetseiten, die KP- Werte anzeigen. Einen Vorschlag findest du hier: Polarlicht Vorhersage
Keine Polarlichter gesehen- die große Enttäuschung
Wie gesagt haben wir auf unserer Islandreise leider keine Polarlichter gesehen und die Enttäuschung war schon sehr groß. Schließlich war das einer der Hauptgründe für unsere Reise in den Norden. Dieser Traum ist also noch nicht gelebt und muss definitiv nochmal irgendwann in Angriff genommen werden.
Mehr zu unserer Island Reise: Unsere 17-tägige Rundreise in Island
Eure Nele
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