Wie erstellt man einen Blogbeitrag? Schritt für Schritt Anleitung

Blogger Tipps Wie erstellt man einen Blogbeitrag? Schritt für Schritt Anleitung

Meine Leidenschaft ist einfach schon seit ich denken kann das Schreiben. Ich liebe es einfach, mich mit Worten auszudrücken und andere damit abzuholen. Deshalb habe ich, als ich 2016 mit meinem Blog begonnen habe, einfach drauf los geschrieben- locker und frei. Mit der Zeit habe ich dann aber gemerkt, dass es doch einiges mehr braucht, damit die Artikel von Lesern auch gefunden werden und die Beiträge auch eine Struktur haben. Deshalb möchte ich hier für Blog-Anfänger meine Tipps teilen und euch Schritt für Schritt von der Idee bis zum fertigen Blogbeitrag mitnehmen.

Einen Blogbeitrag erstellen: Was möchte ich eigentlich erzählen?

Wie bei fast allen „Projekten“ braucht es auch für einen erfolgreichen Blogbeitrag eine gewisse Strategie. Dabei solltest du dir überlegen, was du den Lesern vermitteln und welche Informationen du ihnen mit auf den Weg geben möchtest. Am besten machst du dir dazu vorher ein paar Notizen, im Eifer des Schreibens kann es nämlich schon passieren, dass man das ein oder andere letztlich doch vergisst.

Redaktionsplan für deine Blogbeiträge

Ein Redaktionsplan für deine Beiträge hilft dir, eine Übersicht über die Themen zu erhalten, über die du schreiben möchtest. Notiere dir diese und erstelle daraus einen wöchentlichen bzw. monatlichen Plan. Sinnvoll ist es auch, deine Social Media Aktivitäten darauf aufzubauen, wenn du beispielsweise ein Produkt bewerben, oder in einer gewissen Nische gesehen werden willst. So hast du genügend Zeit für die Recherche und dein Blog wird regelmäßig bespielt.

Detaillierte Informationen, wie du einen Redaktionsplan erstellst, findest du hier: Anleitung Redaktionsplan

Die Auswahl der richtigen Bilder

Deine Webseiten-Besucher sehen als allererstes deine Bilder, deshalb ist die Auswahl der Bilder ein wichtiger Faktor für einen erfolgreichen Beitrag. Die Bilder sollten das Thema deines Beitrages auf einen Blick wiederspiegeln und ansprechend sein. Zudem solltest du die Bilder beschriften, um das Lese-Erlebnis für deine Kunden besser zu gestalten. Beschreibe ihnen, was auf dem Bild zu sehen ist. Wenn man selbst einen Artikel schreibt denkt man oft, dass es selbsterklärend ist. Für andere ist es das aber manchmal nicht. Zusätzlich solltest du deine Bilder mit den ALT-Attributen beschreiben und hierfür sinnvollerweise deine Keywords einsetzen, für die du auf Google gefunden werden willst (siehe hierzu den Punkt SEO, später in diesem Beitrag).

Mit welchem Programm kann ich meine Bilder bearbeiten?

Programme zur Bildbearbeitung gibt es wie Sand am Meer. Die meisten Blogger benutzen Lightroom, um die Bilder zu bearbeiten. Ich persönlich mag es nicht, wenn die Bilder zu künstlich aussehen. Gerade bei Reisebildern ist es mir wichtig, die Dinge auch so darzustellen, wie sie wirklich sind und nicht mit irgendwelchen Filtern. Ich ändere daher bei meinen Bildern meist nur die Kontraste, Helligkeit und manchmal die „Wärme“ und mache das mit dem kostenlosen Programm GIMP.

Wie kann ich meine Bilder verkleinern?

Wenn du viele und vor allem große Bilder auf deiner Webseite hast, kann das die Performance deiner Seite negativ beeinflussen. Die meisten Anbieter, wie WordPress, bieten Plugins, die die Bilder beim hochladen automatisch komprimieren, also verkleinern.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) für deine Blogbeiträge

Eines vorweg: Ich bin leider auch nach vier Jahren die ich nun blogge kein SEO Experte. In diesem Bereich lernt man nie aus und es gibt viel zu beachten. Ein paar grundlegende Dinge, damit dein Beitrag auf Google gefunden wird, gebe ich dir aber mit auf den Weg:

Am Anfang hat mich SEO richtig genervt. Ich wollte einfach nur locker meine Texte schreiben, so, wie es die Leser an mir lieben. Aber irgendwann war ich dann an dem Punkt an dem ich gemerkt habe: Der schönste Text bringt nichts, wenn er einfach nicht auffindbar ist. Also habe ich mich doch mit SEO auseinandergesetzt und lasse es zumindest etwas in meine Texte mit einfließen. Bevor ich einen Blogbeitrag schreibe, recherchiere ich daher die relevanten Keywords. Ich nutze dafür das Tool Keysearch.

Um das richtige Keyword für meinen Artikel zu finden, prüfe ich vorab folgendes:

  • Um was geht es im Kern in meinem Text?
  • Was erwartet der Leser, wenn er auf die Überschrift klickt?
  • Unter welchen Suchbegriffen will ich gefunden werden?
  • Was würde ich bei Google eingeben, wenn ich auf den Artikel stoßen will.

Wenn ich diese Überlegungen gemacht habe, habe ich meist ein paar Keywords zur Hand, die ich mir aufschreibe und mit denen ich in dem Tool Keysearch experimentiere.

Wenn du dich intensiver mit dem Thema SEO auseinandersetzen willst, kann ich dir diesen Artikel empfehlen:

20 SEO TIPPS auf einen Blick

Was ist eigentlich ein Keyword?

Ein Keyword ist der Suchbegriff, der von Menschen in Google oder einer anderen Suchmaschine eingegeben wird, wenn sie nach einem bestimmten Artikel suchen. Dabei kann es sich wirklich nur um ein einzelnes Wort handeln, zum Beispiel „Reisen“, oder um ein Long Tail Keyword. Ein Long Tail Keyword ist meist viel spezifischer und reiht mehrere Keywords aneinander, zum Beispiel “ Reisen mit Rucksack in Asien

Ab wann ist ein Keyword gut genug für einen Blogbeitrag?

Das zu pauschalisieren ist sehr schwierig, denn es kommt nicht allein auf das Suchvolumen an. In Keyword Tools, wie dem genannten KeySearch wird das durchschnittliche Suchvolumen des Keywords pro Monat angezeigt. Wenn man aber zum Beispiel ein Produkt beschreiben will, welches nur saisonal interessant ist, ist das Suchvolumen im Durchschnitt vielleicht gering, aber dafür in den Monaten in denen es Saison hat, sehr hoch. Long Tail Keywords haben zudem meist weniger Suchvolumen, weil sie spezifischer sind, dafür aber auch viel weniger „Konkurrenz“. Bei bekannten Begriffen konkurriert man in den Suchmaschinen oft mit den großen Unternehmen wie in der Reisebranche beispielsweise Travelbook oder Booking. Je spezifischer man einen Blogbeitrag benennt, umso höher sind die Chancen diese auszustechen und gefunden zu werden. Es muss nur trotzdem ein relevantes Suchvolumen da sein. Ihr seht schon, es ist wirklich eine Spielerei und Abwägung mit den Keywords und wie gesagt selbst manchmal für mich immer noch ein großes Fragezeichen.

Die Gliederung deines Beitrags

Nachdem die „technischen“ Punkte fürs erste geklärt sind, kann es endlich mit dem Schreiben losgehen. Ich bin ein Mensch, der einfach hinsitzt und einfach drauf los schreibt. Wahrscheinlich merkt man das auch teilweise in meinen Beiträgen, aber ich brauche diese „Freiheit“ damit der Blogbeitrag mit Leben gefüllt wird und nicht zu „trocken“ wird. Durch die Notizen, die ich mir vorher gemacht habe, habe ich trotzdem Anhaltspunkte, an die ich mich halten kann.

Die Zwischenüberschriften im Blogbeitrag

Die Zwischenüberschriften sind auch nochmal ein wichtiger Faktor, wenn es um die Auffindbarkeit in Suchmaschinen geht. Hier sollte man auf jeden Fall auch die Keywords platzieren. Allerdings sollte man immer darauf achten, dass man es damit nicht übertreibt. Lieber einmal ein Keyword weglassen, wenn es gar nicht in die Überschrift passt. An allererster Stelle ist immer noch wichtig, dass der Beitrag die Menschen, die ihn lesen begeistert und nicht google (ich weiß das klingt abgedroschen, in Wirklichkeit ist einfach die Kombination aus beidem sehr wichtig.) Die Zwischenüberschriften sind eine Art Leitfaden und zeigen dem Leser, mit welchen Details er in dem Blogbeitrag rechnen kann. Sinnvoll ist es auch ein Inhaltsverzeichnis am Anfang des Blogs einzufügen, um so eine noch bessere Überschrift zu bieten. Mit WordPress kannst du die H1, H2, H3 Überschriften ganz einfach bestimmen, ohne dafür einen html-Code auswendig lernen zu müssen. Die H1 Überschrift ist dabei die Hauptüberschrift und sollte nur einmal im Blogbeitrag vorkommen, die anderen Überschriften sind dann Abstufungen davon.

Welche Fragen möchte ich beantworten?

Um zu wissen, welche Fragen ich zu meinem Blogthema noch beantworten könnte, nutze ich das Tool „Answer the Public„. Dort gibst du deinen Suchbegriff ein und erhälst dazu viele Fragen, die Nutzer in den Suchmaschinen zu diesem Thema eingeben. Das hilft dabei, einen großen Nutzen für deine Leser zu erreichen und damit auch gut zu ranken.

Der Nutzen von Links in deinen Beiträgen

Interne und externe Links in deinen Blogbeiträgen können sich, wenn sie sinnvoll eingesetzt werden, ebenfalls positiv auf die Auffindbarkeit in Suchmaschinen auswirken. Mit externen Links kannst du deinen Beitrag um Themenbereiche ergänzen, die dir selbst nicht liegen und bietest dem Leser damit eine umfangreiche Übersicht zu dem Thema, ohne dass er groß weiter googlen muss. Mit internen Links schaffst du es, dass der Leser länger auf deiner Seite verweilt und weitere relevante Beiträge auf deiner Seite findet.

Was ist ein No-follow Link?

Wenn man als Blogger einen Beitrag für Unternehmen auf dem eigenen Blog veröffentlicht und dabei einen Link zu dem Unternehmen setzt, muss man diesen mit „no follow“ kennzeichnen. Damit soll verhindert werden, dass große Unternehmen automatisch immer auf den ersten Seiten ranken, weil sie sich ganz einfach Links kaufen können. In den meisten Content Managemant Systemen kann man einen no-follow Link ganz einfach mit einem Mausklick kennzeichnen. Wenn nicht, gibt man diesen einfach als html Code gem. folgender Struktur ein: <a href=“https://Webseiten-URL/“ rel=“nofollow“>Linkname</a> 

Ganz wichtig: Der Feinschliff kommt zum Schluss!!

Das wichtigste an einem Blogbeitrag: Dass du und deine Leser Spaß daran haben ihn zu schreiben bzw. zu lesen. Deshalb schreibe ich den Beitrag nach vorheriger Recherche einfach drauflos, ohne im ersten Schritt darauf zu achten, genügend Keywords einzubauen, die Bilder richtig zu beschriften etc. Auch das Einfügen der Bilder kommt bei mir erst ganz am Schluss. Ich bearbeite sie vorher, weiß, welche Bilder ich verwenden möchte, aber setzte es erst am Ende in die Tat um. Durch diese Reihenfolge vermeide ich es, mit Keywörtern um mich zu schmeißen und den Artikel rein nur für Google zu schreiben.

Wie lang sollte ein Blogbeitrag sein?

Diese Frage zu verallgemeinern ist schwierig, denn lange Blogbeiträge können ebenso effektiv sein wie kurze. Bei kurzen Beiträgen besteht nur die Gefahr, dass nicht genügend Informationen vorhanden sind und die Keywords unpassend aneinandergereiht werden, was dann von den Suchmaschinen abgestraft wird. Ein durchschnittlicher Blogbeitrag hat zwischen 800-1300 Wörter. Bei längeren Texten macht es wie oben bereits erwähnt jedoch Sinn, ein Inhaltsverzeichnis mit einzufügen, da lange Texte auch abschreckend wirken können, wenn jemand zum Beispiel nur nach einer schnellen, kurzen Information sucht.

Du hast keine Zeit oder Lust eigene Blogbeiträge zu schreiben? Ich bin selbständig als freie Redakteurin, Content Creator und Blogger und übernehme diese Aufgabe gerne für dich. Kontaktiere mich einfach für ein unverbindliches Angebot: Kontaktformular

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Nele
Mein Name ist Daniela Seiberle (Nele) und habe im Jahr 2016 diesen Blog gestartet. Meine Weltreise ist vorbei, aber trotzdem Reise ich stetig weiter. Ich schreibe professionell für die Regionalzeitung Südkurier und bleibe immer auf Reisen - im Herzen sowieso in der weiten Welt. Werdet ein Teil von mir auf Neleworld.

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