Neuseeland und die Erdbeben- Christchurch ist eine gefährdete Stadt

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Wer an Neuseeland denkt, der denkt an schöne Landschaften, Seen, Berge und Vulkane aber wahrscheinlich im ersten Augenblick nicht an Erdbeben, oder? Dabei ist Neuseeland (leider) bekannt für seine häufigen Erdbeben. Von diesen Erdbeben ist besonders die Stadt Christchurch immer wieder stark betroffen.

Erdbeben und die Zerstörung in Christchurch

Neuseeland wurde zuletzt 2011 von einem extrem starken und zerstörerischen Erdbeben heimgesucht. Im Februar 2011 starben laut offiziellen Aussagen  über 180 Menschen, mehr als 6 000 wurden verletzt. Zahlreiche Gebäude in Christchurch wurden zerstört, darunter vor allem historische und ältere Gebäude. Durch zerstörte Wasserleitungen kam es zu Überflutungen in der Stadt. Das Beben selbst wird als Nachbeben eingestuft, da es bereits im September 2010 ein schweres Erdbeben in Neuseeland gab, das ebenfalls Christchurch besonders traf. Glücklicherweise wurde bei dem ersten Erdbeben niemand getötet.  Nach beiden Beben waren über mehrere Monate hinweg Nachbeben an der Tagesordnung. Auch die Jahre danach gab es immer wieder Erdbeben, die besonders Christchurch trafen. Glücklicherweise waren diese aber nicht mehr so stark. 

Ich habe Christchurch während meiner Weltreise besucht. Ich weiß nicht, wie die Stadt vor den Beben aussah, immerhin war es zu diesem Zeitpunkt schon 6 Jahre her. Aber die Stadt gleicht immer noch an vielen Orten einer Baustelle. Alte Gebäude werden restauriert und Häuser erdbebensicherer gemacht. Obwohl es ein paar schöne Ecken, sogar mit Streetart gibt, hat mich die Stadt daher leider irgendwie nicht wirklich begeistern können. Ich war einfach nicht geflasht. Aber nach allem was passiert ist, ist das auch nicht verwunderlich oder?

Mehr zu meiner Neuseelandreise findest du hier: Entdecke Neuseeland 

Das mich die Stadt nicht begeistert hat, kann daran liegen, dass den Menschen hier schmerzlich bewusst ist, dass so ein Beben immer wieder kommen kann. Es geht nicht darum die Stadt für Touristen schön und attraktiv zu machen. Es geht vor allem darum sie so erbebensicher wie möglich zu machen, für die Menschen die dort leben.

Wieso gibt es in Neuseeland so viele Erdbeben?

Neuseeland liegt an dem sogenannten „ring on fire“. Hier sind besonders hohe Aktivitäten der pazifischen und australischen Platte erkennbar. Vor einigen Monaten habe ich hierzu einen Bericht im Fernsehen gesehen. Experten rechnen (leider) damit, dass es in diesem Gebiet in den nächsten Jahren zu einem sehr schweren Beben kommen wird, das alles bisher dagewesene übertrifft. Ich hoffe natürlich sehr, dass die Experten sich irren.  

Während der Wanderung auf dem Tongariro Alpine Crossing (dessen Vulkan übrigens auch durch die Verschiebung von Erdplatten entstanden ist), kommt man ebenfalls an einem sehr aktiven seismologischen Gebiet vorbei. Hinweisschilder weißen darauf hin, dass es hier jederzeit ein Erdbeben geben könnte. Ab einer gewissen Stelle bei der Wanderung landen in einem eventuellen Notfall auch keine Rettungshubschrauber mehr, da bei einer Landung die Gefahr einer Erderschütterung zu hoch wäre.

Müssen wir bei unserem Neuseeland Urlaub jetzt Angst haben?

Nein. Angst ist generell ein sehr schlechter Berater finde ich. Neuseeland ist ein traumhaftes Land, für mich eines der schönsten auf der Welt. Die Reise in dieses Land sollte man genießen, es kann überall etwas passieren. Die Häuser in Neuseeland sind mittlerweile meist sehr erdbebensicher gebaut, es wird alles dafür getan, dass Einstürze vermieden werden.

Trotzdem ist es ratsam, sich mit den Gegebenheiten vor Ort, vor allem nachts, vertraut zu machen. Wo ist der Notausgang, wo ist die nächste Erhebung auf die man fliehen kann, falls es einen Tsunami gibt?

Viele von uns haben auch in Deutschland schon Erdbeben erlebt und in Neuseeland, besonders in der Region um Christchurch gibt es täglich mehrere davon. Viele spürt man so gar nicht. Und selbst wenn: Dann hört man meist ein Grollen, es folgt ein Wackeln des Bodens und meist ist der Spuk dann auch  schon wieder vorbei. Nicht jedes Beben bedeutet gleich Zerstörung und Gefahr.

Wie verhält man sich richtig bei einem Erdbeben?

In fast jeder Unterkunft in Neuseeland hängen Infoblätter aus, wie man sich im Falle eines Erdbebens zu verhalten hat.

Wenn man sich in einem Gebäude befindet:

  • Sich unter einem schützenden Gegenstand verstecken, z.B einem stabilem Tisch oder dem Türrahmen.
  • Um Stürze und damit ernsthaftere Verletzungen zu vermeiden , sollte man in die Hocke gehen und die Hand schützend über den Kopf halten, damit man nicht von herumfliegenden Gegenständen getroffen wird.
  • Auch wenn es schwer fällt: Nicht panisch und planlos davonrennen.

Wenn das Beben zu Ende  ist:

  • Das Gebäude verlassen
  • Nachbeben sind wahrscheinlich, daher sollte man sich vor Gebäuden, die eventuell einstürzen könnten fernhalten. Auch Berghänge oder Gletscher können  nach einem Beben zur Gefahr werden.
  • Eventuell auf Erhöhungen im Inland flüchten, falls ein Tsunami zu befürchten  ist.

Das alles klingt jetzt für dich wahrscheinlich erst einmal angsteinflößend. Das muss es aber nicht. Neuseeland ist wundervoll und es wert entdeckt zu werden. Ich war drei Wochen dort, jeden Tag gab es laut Aufzeichnungen  seismologische Bewegungen und leichte Erdbeben, ich selbst habe davon aber rein gar nichts mitbekommen.

Eure Nele

Nele
Mein Name ist Daniela Seiberle (Nele) und ich führe seit Ende 2016 diesen Reiseblog. Damals habe ich mein komplettes altes Leben hinter mir gelassen, meinen Job und die Wohnung gekündigt und bin 13 Monate allein auf Weltreise. Seit Anfang 2018 bin ich zurück, aber das Reisen gehört seither zu meinem Leben. Seit Mitte 2019 bin ich selbständig als virtueller Social Media Manager und Content Creator und lebe den Traum des ortsunabhängigen Arbeitens.

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Mein Name ist Daniela Seiberle (Nele) und ich führe seit Ende 2016 diesen Reiseblog. Damals habe ich mein komplettes altes Leben hinter mir gelassen, meinen Job und die Wohnung gekündigt und bin 13 Monate allein auf Weltreise. Seit Anfang 2018 bin ich zurück, aber das Reisen gehört seither zu meinem Leben. Seit Mitte 2019 bin ich selbständig als virtueller Social Media Manager und Content Creator und lebe den Traum des ortsunabhängigen Arbeitens.

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