Was wäre wenn…? Die quälende Frage

Alltagsgeflüster Was wäre wenn...? Die quälende Frage

Jeder von uns hat sich diese Frage schon einmal gestellt: Was wäre, wenn …? Habe ich eine falsche Entscheidung getroffen? Was wäre gewesen, hätte ich an einem Scheitelpunkt in meinem Leben eine andere Entscheidung getroffen. Wie wäre mein Leben verlaufen, wäre ich glücklicher geworden?

Die letzten Monate hat mich die Frage „Was wäre, wenn…?“ oft bewegt. Wie ihr wisst, war ich schon länger unglücklich mit meinem Job, mit dem Wissen, dass meine Kreativität so gut wie gestorben war und mit vielen anderen Faktoren in meinem Leben. Seit ich die Entscheidung getroffen habe, meinem Leben eine neue Richtung zu geben, bin ich glücklicher. Nicht jede Sekunde meines Lebens, ich habe auch noch Kummer, Ängste und Sorgen aber in mir drin ist diese Gewissheit, dass der Weg, auf dem ich mich nun befinde, mein Herzensweg ist.

Wieso bin ich ihn nicht früher gegangen, habe nicht früher diese alten Muster durchbrochen? Wäre ich dann glücklicher gewesen? Über dieses Thema habe ich auch mit Anna in unserem damaligen Interview Tanz ins Glück  gesprochen. Ihre Aussage zu dem „Was wäre, wenn….“ Gedanken: „Man kann nie davon ausgehen, dass, wenn an einer Stelle etwas Besseres passiert wäre, nicht an einer späteren Stelle etwas komplett schief gelaufen wäre. Das war für mich der Punkt, wo ich die „Was wäre wenn…“- Gedanken abgelegt habe und mich mit meiner Vergangenheit versöhnt habe. Die Veränderung findet in der Gegenwart statt,“ hat mich sehr inspiriert. Sie hat recht. Wenn wir gedanklich immer in unserer Vergangenheit hängen, vergessen wir das Hier und Jetzt zu genießen.

Das Interview findest du hier: Tanz ins Glück 

Vertrauen lernen

Viele Menschen haben Schwierigkeiten damit, Entscheidungen zu treffen, aus Angst, dass diese Entscheidungen falsch sein könnten. Ich stehe auch immer wieder in meinem Leben vor diesem Punkt. Ich weiß, wohin der Weg führen soll, aber manchmal kommen eben Dinge dazwischen, das Leben macht ein paar Umwege oder läuft in andere Richtungen. Wenn dann eine Entscheidung ansteht, bei der wir eventuell von unserem eigentlich geplanten Weg abweichen müssten, sind wir oft überfordert damit.

Was wir uns immer bewusst machen sollten: Wir wissen vorher nie, wie unsere Entscheidung ausgeht, ob sie letztlich richtig oder falsch ist. Das zeigt sich erst mit der Zeit. Wichtig ist, dass wir eine Entscheidung treffen hinter der wir stehen. Es ist egal, was andere denken oder andere dir raten. Treffe die Entscheidung, mit der DU dich am wohlsten fühlst. Vertraue darauf, dass alles so kommt, wie es richtig ist, solange du im Moment deiner Entscheidung glücklich bist und hinter ihr stehen kannst. Selbst wenn sie sich letztlich als falsch herausstellt, bist du deinem Gefühl gefolgt und das kann nie falsch sein. Die „Was wäre, wenn…“ Frage solltest du dir daher nicht stellen.

Ich kann dir hier sehr das Buch Herz Verstand empfehlen, in dem beschreiben wird, wie wir es schaffen die richtigen Entscheidungen aus dem Herzen heraus zu treffen. Hier geht es zum Buch*:

Erfahrungen prägen

Alle Erfahrungen, die wir in unserem Leben machen, seien diese positiv oder negativ, prägen uns. Hätten wir diese nicht gemacht, wären wir nicht die Menschen, die wir heute sind. Vor allem die schlechten Erfahrungen lehren uns so viel und machen uns authentisch. Ich bin sehr spät meinen Träumen gefolgt aber wer weiß, ob es gut gewesen wäre, dass alles ein paar Jahre früher zu machen. Wahrscheinlich brauchte ich einfach diese Erfahrungen dazwischen, um heute die zu sein, die ich bin und das gilt für jeden von uns.

Entscheidungen, die wir in der Vergangenheit getroffen haben, können wir nicht mehr ändern, du kannst die Geschichte nicht zurück drehen, also wieso sich mit dem „Was wäre wenn …“ Gedanken selbst quälen. Sagen wir uns doch lieber: „Ich habe in meinem Leben vielleicht nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Aber ich bin immer meinem Herzen gefolgt und mein Weg hat mich zu der Person gemacht, die ich heute bin. Gute Dinge brauchen eben manchmal etwas mehr Zeit.“

Eure Nele

Nele
Mein Name ist Daniela Seiberle (Nele) und ich führe seit Ende 2016 diesen Reiseblog. Damals habe ich mein komplettes altes Leben hinter mir gelassen, meinen Job und die Wohnung gekündigt und bin 13 Monate allein auf Weltreise. Seit Anfang 2018 bin ich zurück, aber das Reisen gehört seither zu meinem Leben. Seit Mitte 2019 bin ich selbständig als virtueller Social Media Manager und Content Creator und lebe den Traum des ortsunabhängigen Arbeitens.

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Mein Name ist Daniela Seiberle (Nele) und ich führe seit Ende 2016 diesen Reiseblog. Damals habe ich mein komplettes altes Leben hinter mir gelassen, meinen Job und die Wohnung gekündigt und bin 13 Monate allein auf Weltreise. Seit Anfang 2018 bin ich zurück, aber das Reisen gehört seither zu meinem Leben. Seit Mitte 2019 bin ich selbständig als virtueller Social Media Manager und Content Creator und lebe den Traum des ortsunabhängigen Arbeitens.

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Comments

  1. Ein sehr schöner Text! Das hast du wirklich gut ausgedrückt und: Ich kann dir nur zustimmen! Ich habe auch aufgehört, mit diesen quälenden Konjunktivfragen und -sätzen, die mich keineswegs weiterbringen, sondern im Gegenteil nur hadern lassen. Ich sage mir immer vor: Ich handle zu jedem Zeitpunkt nach meinem besten Wissen und Gewissen. Wenn ich heute, xJahre später, eine andere Entscheidung treffen würde, dann nur, weil ich es heute besser weiß.
    Liebe Grüße
    Julie von julie-en-voyage.com

    • Das hast du sehr schön beschrieben meine Liebe und die Einstellung finde ich super ?? So lebt es sich doch irgendwie entspannter ?

  2. Ein toller Post. Auch ich hatte eine Phase, wo ich mir diese Frage andauernd gestellt habe. Es hat mich nicht weiter gebracht. Jetzt, im Nachhinein weiss ich, dass uns bestimmte Dinge passieren müssen, um uns stärker zu machen und sich am Ende alles wieder so zusammenfügt dass es passt :).
    Martina von marview-blog.at

    • Liebe Martina, vielen Dank für deinen Kommentar zu dem Beitrag. Das hast du sehr schön ausgedrückt und ich denke, wenn man so lebt, lebt es sich irgendwie einfacher : ) Liebe Grüße Nele

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